Musiktherapie ist ein u.a. an der Uni­versität Münster gelehrtes Therapie­verfahren, das auf Psychologie, Medizin und Musik basiert. Besonders für Patienten, deren sprachliche Aus­drucks­fähigkeit reduziert ist, bietet die Musik eine wichtige Möglichkeit, sich auszudrücken und mit anderen zu kommunizieren. Gute Erfolge erzielt die Musiktherapie bei Kindern und Erwachsenen mit Auffälligkeiten und/oder Behinderungen.

In Gruppen- oder Einzeltherapie fördert die Musiktherapie emotionale, kognitive und psychomotorische Fähig­keiten und trägt somit zur Stabilisierung und Weiterentwicklung der Persönlich­keit bei.

Auch für Senioren kann die Musiktherapie viel leisten. Durch das gemeinsame Singen werden die älteren Menschen aktiviert. Es werden oft Erinnerungen wach, an die sie anknüpfen können. Sitztänze und das Spiel auf einfachen Instrumenten schaffen neue Impulse.

 

 

So wie kein anderes Therapieverfahren bietet sich die Musiktherapie für die Arbeit mit dementiell veränderten Menschen an. Es zählt das „Hier und Jetzt“, die augenblickliche Gefühlslage, die durch Musik aufgegriffen und positiv verändert werden kann. Es ist erstaunlich, wieviele Lieder auch Demenzkranke noch mitsingen können!